Sportschuhe und Sneaker online kaufen

Manche Leute fragen sich, ob das überhaupt funktionieren kann – Schuhe online kaufen. Immerhin müsse man doch den Schuh anprobiert haben. So bin ich auch früher relativ oft zum Outletshopping nach Wustermark bei Berlin gefahren, aber dafür muss man auch erst einmal ordentlich Zeit mitnehmen, gerade bei einer Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Allerdings schützt einen auch das deutsche Fernabsatzrecht (das größtenteils auf EU-Richtlinien basiert) sehr wirkungsvoll vor Fehlkäufen. Man kann sich also die Schuhe nach Hause liefern lassen und dann auch zurückschicken, wenn sie nicht passen. So steht dem risikolosen Online-Einkauf von Schuhen eigentlich nichts mehr im Wege.

Ein Online-Einkauf ist auch oft günstiger als der Kauf im Ladengeschäft, anders als im Outlet-Center kann man sofort Preise und Angebote vergleichen und findet dann auch noch oft den Schuh seiner Träume in der passenden Größe. Ein Import aus dem Ausland kann sich in bestimmten Fällen lohnen, muss aber auch nicht immer sein – zum Beispiel britische Händler sind oft nur deswegen so preiswert, weil die Umsetzung und Durchsetzung des europäischen Fernabsatzrechts dort den deutschen Standards hinterherhinkt und z.B. fehlende oder falsche Widerrufsbelehrungen üblich sind.

In Deutschland gibt es zum Beispiel den Versandhändler www.ma-mailorder.de, der sich zwar auf Sportler-Ernährung spezialisiert hat, aber daneben auch eine sehr gute Auswahl an Sneaker-Modellen von namhaften Herstellern wie Nike, Adidas oder New Balance führt. Lobenswert ist hierbei die Versandkostenfreiheit ab einem bestimmten Bestellwert, darüber hinaus wird auch PayPal akzeptiert. Ich bin oft von zuhause weg – auch das ist kein Problem, denn es wird mit DHL verschickt, das natürlich auch an die mittlerweile in ganz Deutschland verbreiteten und beliebten Packstationen liefert.

Warum man guten Gewissens bei Amazon einkaufen darf

Die Zeit vergeht schnell. Es ist schon ein gutes Jahr her, dass in der ARD in einem Bericht über ein deutsches Amazon-Versandzentrum von skandalösen Arbeitsbedingungen berichtet wurde, und sich kurz darauf herausstellte, dass vieles nicht so war, wie es dargestellt wurde.

Doch das Thema wurde im Anschluss daran noch monatelang breitgetreten. Bei Günther Jauch redeten sich Günter Wallraff und Ranga Yogeshwar darüber in Rage, wie der Online-Handel angeblich die Kultur zerstöre, die Innenstädte veröden lasse und unökologisch sei. Und beim Online-Händler bekäme man als Kind auch keine Gratis-Scheibe Wurst.

Es menschelt also ordentlich bei unseren Kulturpessimisten. Aber lassen wir doch mal Fakten statt Emotionen sprechen. Weiterlesen »

Fahrkartenkauf jenseits bahn.de

Das Buchungssystem von bahn.de ist nicht gerade das benutzerfreundlichste und macht es den Kunden mit äußerst kurzen Session-Fristen und willkürlichen “Sicherheits”beschränkungen wie nur vier Buchungen am Tag pro Nutzer und Zahlungsart schwer, geliebt zu werden. Aber es gibt eben auch – gerade bei Nahverkehrsfahrkarten – Buchungsmöglichkeiten, die nicht von der Deutschen Bahn AG kontrolliert werden.

Nahverkehrsfahrkarten des eigenen Netzes (DB-Produktklasse C), Tages- und Mehrfahrtenkarten des VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg), sowie Bayern-Ticket, Baden-Württemberg-Ticket, Quer-durchs-Land-Ticket und Schönes-Wochenende-Ticket gibt’s auch im Online-Shop der agilis zu kaufen. Was per Post versandt werden muss, kostet bei agilis nur 95 Cent extra (DB: 3,50 Euro).

Fahrkarten des Niedersachsentarifs gibt es auch bei ticex. Fahrkarten des SH-Tarifs sind auf der Seite von nah.sh (auch Netzkarten) erhältlich, das Schleswig-Holstein-Ticket und das Schönes-Wochenende-Ticket als Onlineticket zum Selbstdruck auch bei der Nord-Ostsee-Bahn (NOB). Das Fahrkartenportal des NRW-Tarifs (https://www.ots-nrw.de) wird jedoch von der DB Vertrieb GmbH betrieben.

Alternativ kann man sich aber auch im von DSW21 betriebenen VRR-Ticketshop mit VRR-Fahrkarten und NRW-Ländertickets eindecken.
Fahrkarten des VGN gibt es im VAG-Onlineshop.
Fahrkarten des MDV gibt es im LVB-Onlineshop.
Fahrkarten des VVS gibt es im SSB-Onlineshop.

Schließlich ist das HandyTicket Deutschland einiger Verbünde zu nennen.

Natürlich gibt es darüber hinaus noch Fahrkarten der privaten Fernverkehrsgesellschaften (sprich HKX und InterConnex), die aufgrund ihrer Eigenwirtschaftlichkeit nur von ihnen selbst vertrieben werden.

Microsoft Office 2003 Proofing Tools and Windows 8

Do not install Microsoft Office 2003 Proofing Tools on a Windows 8 system. It may break the integrated spell checker in a way that switching between input languages in the system will cause Windows Installer’s Auto-repair to pop up all the time.

Kindheit und Schulzeit – Die irrationale Abneigung gegen das achtjährige Gymnasium

Gerade macht der Artikel “Schulzeitverkürzung: Brief an eine Gymnasiastin” von Henning Sußebach, veröffentlicht auf Zeit.de, die Runde. In diesem Brief bedauert der Verfasser seiner Tochter Marie gegenüber mit Sätzen wie “Und Du sollst wissen, dass ich Dir das gestohlene Jahr zurückgeben möchte.”, dass die Schulzeit verkürzt und beschleunigt sei.

Mehr Kulturpessismismus geht nicht! Die Bildungslobby hat sich immer wieder gerne über die Umstellung auf das achtjährige Gymnasium (G8, “Schnellläufer”) beklagt. Dabei ist das Abitur nach 12 Jahren Schulzeit in vielen Nationen Europas üblich. Auch in Sachsen und Thüringen ist das Abitur nach 12 Jahren Schule schon seit DDR-Zeiten üblich. Und das sächsische Schulsystem gilt als vorbildlich.

Wenn es Probleme bei der Einführung von G8 gibt, dann haben bestimmte Bundesländer vergessen, ihre Lehrpläne zu entrümpeln. Es wird zu viel Faktenwissen gelehrt, welches im Alltag später nicht mehr benötigt wird und auch schnell wieder vergessen wird. Die Nebenwirkungen der Einführung sind aber nicht Probleme von G8 an sich, sondern Probleme der konkreten Umsetzung.

Persönlich bin ich froh darüber, G8 gemacht zu haben. Und dann hatte ich im Studium Zeit für ein Auslandsjahr, werde etwas früher auf die Berufswelt losgelassen zu werden, kann mich selbst verwirklichen, statt ein Jahr länger im starren Schulsystem zu stecken, täglich die selben Gesichter zu sehen, um sechs Uhr morgens aufstehen zu müssen, und zu Sport und Kunst gezwungen zu werden. Im eigenen Tempo ist jeder Mensch am glücklichsten und produktivsten. Diesen Luxus sollten wir gerade auch unserer nachwachsenden Generation zugestehen.

DB-Reisegutscheine auch für Verbundfahrkarten einlösbar

https://www.facebook.com/dbbahn/posts/589303737772238

Freiwilliger Ausstieg bei überfülltem Zug: Sowohl 25-Euro-Kulanzgutschein als auch Anspruch aus Fahrgastrechten!

Interessant zu wissen: http://www.facebook.com/dbbahn/posts/588929314476347

Man beißt die Hand, die einen füttert

In der Spitzenpolitik gibt es, besonders oft vor und nach Wahlen, immer wieder ein kurioses Schauspiel zu beobachten. Wählerbeschimpfung steht immer hoch im Kurs, auch wenn damit schon so mancher auf die Schnauze gefallen ist. Denn bekanntlich ist der Wähler immer schuld. Ob sie die Falschen wählen oder gar nicht mehr wählen.

Ganz ähnlich ist es im Schienenpersonenverkehr. Vor einigen Monaten wurde bekanntgegeben, dass die beiden Nahverkehrslinien RE7 und RB48 in Nordrhein-Westfalen ab 2015 vom britischen Unternehmen National Express übernommen werden. Ein solcher Betreiberwechsel ist ein normaler Vorgang: Nahverkehrszüge werden von den Bundesländern und Verkehrsverbünden bestellt (und subventioniert). Die Verkehrsverträge unterliegen, zumal Steuergelder im Spiel sind, einem Ausschreibungsverfahren.

So hat auch die Facebook-Seite “Zugbegleiter” einen Nachrichtenartikel dazu geteilt und sogleich kritisch kommentiert.

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Nun ist es natürlich bedauernswert, wenn das eigene Unternehmen nicht zum Zuge kommt und der neue Betreiber eventuell schlechter zahlt. So weit, so verständlich.

Es ist aber zum Fremdschämen, wenn die Kommentatoren dann breit über eine von einer Zeitung interviewte Pendlerin – nur Überbringerin der schlechten Nachricht – herziehen, die Anschrift ihres Arbeitsplatzes in diesem Kontext veröffentlicht wird, nur weil sie als Kundin nicht die Meinung der (vermeintlichen) lauten Mehrheit teilt.

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Der selbe Pöbel schaut übrigens auch regelmäßig beim Facebook-Auftritt des privaten DB-Konkurrenten Hamburg-Köln-Express (HKX) vorbei und zettelt dort politische Diskussionen an oder meckert drauflos, ohne jemals mit dem HKX gefahren zu sein.

Nun stand der HKX in dem einen Jahr seines bisherigen Bestehens nicht immer unter einem guten Stern, was etwa den Plan angeht, die gebrauchten eigenen Züge in Polen zu modernisieren, oder einige Tage Ersatzverkehr mit Nahverkehrstriebwagen, was auch ein halbes Jahr später noch immer wieder für ein Beispiel der angeblich schlechten Qualität herangezogen wird. Der Geschäftsführung des HKX ist aber insoweit Respekt zu zollen, als dass sie Tabus in der bisher sehr zähen Diskussion zur Eisenbahnpolitik in Deutschland gebrochen haben. Wäre der Konkurrent wirklich so miserabel wie behauptet, dann wäre er keine ernste Gefahr für den Platzhirschen und nicht mal die Aufmerksamkeit der Pöbler wert.

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Nun lockt Erfolg natürlich Neider. Aber die Kundenverachtung solcher “Branchenvertreter” schadet dem Ansehen des öffentlichen Verkehrs insgesamt. Wie soll man sich an Bord wohl fühlen, wenn man immer in Gefahr ist, von solchen Charakteren gefahren zu werden? So mancher wird nicht, wie erhofft auf die angeblich so soziale Deutsche Bahn AG, sondern gleich aufs Auto umsteigen.

Mir sei die Abschlussbemerkung gestattet, dass nicht alle Eisenbahner über einen Kamm zu scheren sind. Ganz im Gegenteil – ich kenne viele persönlich, die ihre Arbeit trotz der alltäglichen Schwierigkeiten ausgesprochen gerne machen, sich dienstlich im Kundenkontakt wie privat vorbildlich verhalten und für die ich jederzeit die Hand ins Feuer legen würde. Hier geht es nur um einige krasse Negativbeispiele, die das Ansehen der gesamten Branche leiden lassen.

Kuriositätenkabinett Bahn: Görlitz-Zgorzelec mit dem Sachsenticket

Tarife im ÖPNV sind bekanntermaßen verwirrend. Man kann aber mit nur wenig Aufwand die Verwirrung so weit steigern, dass es an eine Beleidigung des Kunden grenzt.

Das Sachsen-Ticket gilt für eine grenzüberschreitende Nahverkehrsfahrt nach Polen, von Görlitz nach Zgorzelec, nicht jedoch in die andere Richtung.

Es ist eigentlich eine Zumutung für den Kunden, erst mal solche Details zu studieren, bevor er sich in den Zug setzt und aus Nachlässigkeit zum Schwarzfahrer wird. So wird das nichts mit der Weg-vom-Auto-Politik.

Sind die Beförderungsbedingungen des VBB (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg) rechtswidrig?

In § 6 Abs. 2 UAbs. 2 des VBB-Tarifs findet sich folgender Passus: “Sofern bei Fahrtantritt kein Fahrausweis bis zum Ziel gelöst werden kann, ist beim Übergang auf das nächste Verkehrsmittel ein Fahrausweis für die Anschlussstrecke – gegebenenfalls auch an Automaten – zu lösen. Ein Anspruch auf Anrechnung des erstgelösten Fahrausweises auf den tarifmäßigen Preis zwischen Ausgangs- und Zielpunkt besteht nicht.

Dies könnte ein Verstoß gegen den § 307 BGB sein.

Ich bin der Meinung, dass es ein klarer Verstoß gegen den § 307 BGB ist, weil unangemessene Benachteiligung des Kunden durch Abweichung von einer gesetzlichen Bestimmung. Ich weiß nur nicht, von welcher gesetzlichen Bestimmung abgewichen wird. (Update vom 8. April 2014: Möglich ist eine Abweichung vom Anspruch auf Ausgabe eines Fahrausweises gemäß EVO.)

Wenn mein Automat nur Stadttarif Berlin verkauft, nicht aber z.B. Berlin-Frankfurt(Oder), warum soll ich für die Anfangsstrecke doppelt zahlen, weil der Anbieter das verpennt…

Irgendein AGB-Rechtsexperte, der einen spontanen Einfall hat?