Archiv nach Kategorien: Uncategorized

Guthaben bei blau.de mit E-Plus-Karte aufladen

Es kursieren im Internet teils widersprüchliche Angaben darüber, ob es möglich ist, als blau.de-Kunde das Guthaben mit einer E-Plus-Guthabenkarte aufzuladen. Denn obwohl blau.de bei vielen Tankstellen und Kiosken angeboten wird, haben so manche Einzelhändler nur E-Plus/BASE-”Cash Cards”.

Die Antwort lautet wie so oft: Im Prinzip ja, aber…

Auf der Karte steht, dass eine kostenlose Servicenummer “1155″ anzurufen sei und die Option 4 (Aufladen) gewählt werden müsse. Eine solche Option gibt es aber nicht bei blau.de.
Stattdessen muss per Code aufgeladen werden, indem folgende Nummer gewählt wird: “*104*<Aufladenummer>#”.

E-Plus; blau.de; top up; pay as you go; voucher

Eschede – ein Reisebericht (Teil 2)

Zum Teil 1 des Berichts hier klicken…

Der ausgeschilderte Weg folgt zunächst einem sandigen, “wilden” Weg direkt parallel zur Bahnstrecke. Nach einigen Metern ist Schluss.

Es geht weiter nach links, durch ein Wohngebiet mit Ziegelhäusern, wie für den Norden typisch. Irgendwann hören die Wegweiserschilder auf. Davon darf man sich nicht beirren lassen. Weiterlaufen, bis man eine größere Straße mit einer Brücke rechts erreicht. Das kann insgesamt etwa zwanzig Minuten dauern. Und schon befindet man sich auf der Rebberlaher Straße. (Rebberlah ist ein kleiner Weiler, der sich westlich des Hauptorts Eschede befindet.) Dann nach rechts gehen. Kurz vor der Brücke der letzte Wegweiser.

Kurz nach dem Unglück wurde die Bahnstrecke wieder errichtet und es fahren wieder Züge. Ein kurzer Blick von der Brücke nach Norden, bevor wir zur Gedenkstätte selbst weitergehen.

Die Gedenkstätte wirkt sehr edel. Links Treppenstufen, die ins Nichts führen, rechts das Tor, das in den Kirschbaumhain nach unten führt. Darüber hinaus ist weiter hinten auch ein Parkplatz für die Gedenkstätte ausgeschildert.

Ein Blick nach links.

Ein Blick nach rechts, und unten.

Wir bleiben noch einen Moment oben und schauen uns das Tor genauer an. Es gibt Sitzplätze.

Ein kurzer Text erklärt den geschichtlichen Zusammenhang.

Es geht hinunter zur eigentlichen Gedenkstätte. Die Treppe hat sehr steile Stufen, das einzige Geländer befindet sich in der Mitte.

Und runter geht’s zu den 101 Kirschbäumen.

Für die Fortsetzung (Teil 3) hier klicken…

Eschede – ein Reisebericht (Teil 1)

Mit dem Deutschland-Pass der Deutschen Bahn habe ich für 249 Euro einen Monat lang verschiedene Orte Deutschlands erkundet. Dabei habe ich rund 7000 km Strecke zurückgelegt, davon 6000 km im ICE.

Ein besonderer Ort in der Geschichte des deutschen Eisenbahnverkehrs ist Eschede. Diese Gemeinde mit knapp 4.000 Einwohnern befindet sich in Niedersachsen, nördlich von Celle, an der Bahnstrecke Hannover–Hamburg. Dort beginnt die Lüneburger Heide.

Traurige Berühmtheit erlangte der Ort am 3. Juni 1998, als der in Richtung Hamburg fahrende ICE 884 “Wilhelm Conrad Röntgen” aufgrund eines gebrochenen Radreifens entgleiste. Eine dabei berührte Straßenbrücke stürzte ein und begrub mehrere Wagen des ICEs unter sich, die darauf folgenden Wagen schoben sich wie ein Zollstock zusammen. 101 Menschen starben bei dem Zugunglück, darunter zwei Zugbegleiter, zwei Mitarbeiter der Bordgastronomie und zwei DB-Techniker, die sich dienstlich auf der Brücke befanden. Manche reagierten auf das Zugunglück mit blankem Zynismus wie der französische Philosoph Paul Virilio, der äußerte, “Wer einen Hochgeschwindigkeitszug erfindet, erfindet eine Hochgeschwindigkeitskatastrophe”. Heute fahren immer noch jeden Tag um 10.59 Uhr ICEs durch Eschede, die Nummer lautet inzwischen ICE 886.

Von Berlin aus ist ein Eschede-Besuch als Tagesausflug machbar. 14. August, es war früher Nachmittag, ich hatte gerade Feierabend und entschied mich spontan dazu, den historisch sehr bedeutsamen Ort zu besuchen. Zunächst ging es mit dem Zug nach Hannover, von dort aus stieg ich in den Metronom Richtung Uelzen um.

Der Metronom hält in Langenhagen, Isernhagen (mit einem riesigen Rossmann-Gebäude), Großburgwedel und Celle. Zwischen Celle und Eschede wird zunächst ein Waldgebiet passiert, wenig später fangen Felder an und dann eine Brücke mit einer dunkelgrünen Lärmschutzwand.

Ausgestiegen sehe ich das Bahnhofsschild “Eschede – Naturpark Südheide”. Der Bahnhof feierte erst 1997 das 150-jährige Jubiläum. Er bestand damals noch aus einem ästhetisch unattraktiven Zweckbau der 1970er-Jahre. Die Umgestaltung sollte ab Anfang Juni 1998 beginnen. Mit dem Schriftzug “Es bahnt sich was an in Eschede” am Gebäude wurde damals bei den Fahrgästen für Verständnis für die Bauarbeiten geworben. Rückblickend gesehen makaber. Vor dem Bahnhof befindet sich ein Schaukasten in Männchenform, charakteristisch für die DB der späten 1990er. Doch diese Form sowie die Beschriftung “Forum” habe ich noch nie gesehen – ich wundere mich, was hier früher hing, bevor es diese belanglosen touristischen Infos waren.

Doch wie kommt man zur Gedenkstätte? Sie befindet sich nicht am Bahnhof, sondern in der Nähe des Unfallortes, 1,5 km südlich, an der Bahnstrecke. Aber zum Glück sind die Wegweiserschilder überall.

Und gelegentlich merkt man (hier an den unbeholfenen Graffiti-”Kunstwerken”), dass Eschede eben doch auch eine normale kleine Gemeinde ist, die eben per Zufall erwischt wurde.

Für die Fortsetzung (Teil 2) hier klicken…

Impressionen aus Eschede

Überzahlungsgutschein (einbehaltenes Wechselgeld)

heißt auf Englisch short change voucher.

Materialien – AG Verkehr, 5. November 2011

Materialien zur Vorbereitung auf die morgige Arbeitsgruppe:

EU-Verordnung 1370 (PDF)

Wettbewerb im ÖPNV (PowerPoint)

Willkommen in Teuerland!

Zum Weihnachtsgeschäft haben wir Ihnen die Preise nochmals erhöht.

Smartphone
Jetzt 236,00 €
statt 199,99 €

Neu: 18% teurer!

Worum geht es?

  • Auf bestimmte technische Geräte wird ein Zuschlag auf den Verkaufspreis erhoben, da mit ihnen urheberrechtlich geschützte Güter genutzt werden können.
  • Ursprünglich waren hauptsächlich Produkte wie Tonbandgeräte, Videorekorder, Kopierer, Brennerlaufwerke und Rohlinge betroffen.
  • Mittlerweile werden auch Komplett-PCs, MP3-Player, Mobiltelefone, USB-Sticks und selbst Speicherkarten von der Abgabenpflicht erfasst.
  • Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ), ein Zusammenschluss von Verwertungsgesellschaften, fordert nun eine Steigerung der Sätze auf bis zu 36 Euro pro verkauftem Handy.

Was bedeutet das für mich?

  • Ursprünglich war die Urheberrechtsabgabe als Ausgleich für die sogenannte Privatkopie gedacht. Durch technische Kopierschutzmaßnahmen ist eine Privatkopie etwa bei DVDs nicht mehr legal möglich – dennoch werden Sie dafür zur Kasse gebeten!
  • Verlierer sind in erster Linie Sie als Verbraucher, da Sie deutlich höhere Kaufpreise zahlen müssen als die Kunden im europäischen Ausland.
  • Auch der Handel ist Leidtragender. Viele Verbraucher weichen für den Kauf von Rohlingen auf ausländische Händler aus dem abgabefreien Luxemburg aus, die deutlich niedrigere Preise bieten können.
  • Durch die hohen Preise und die damit verbundene Kaufzurückhaltung wird auch die IT-Industrie geschädigt.
  • Im Ergebnis bedeuten die hohen Urheberrechtsabgaben eine Schwächung des Standorts Deutschland durch Arbeitsplatzvernichtung und Handelshemmnisse.

Was fordern wir?

  • Eine ersatzlose Streichung der Abgabenpflicht für Produkte, welche im Allgemeinen nicht der Vervielfältigung urheberrechtlich geschützter Güter dienen, wie Netbooks ohne Brennerlaufwerk, oder Speicherkarten.
  • Eine Anpassung der Urheberrechtsabgaben auf das niedrigere Niveau europäischer Nachbarländer.

Hinweis: Die Posts auf dieser Website stellen nur meine persönliche Meinung dar, nicht die Meinung meines Arbeitgebers oder die Meinung von Organisationen, von denen ich Mitglied bin.

ICE 598 oder: Ein demographisches Menetekel

Neulich war ich in Stuttgart unterwegs und besuchte die Buchhandlung Wittwer. Ausgerechnet im “Humor”-Regal fand ich ein Buch namens Landfrust. Der Autor, Axel Brüggemann, ist aus Berlin in den kleinen Ort im Speckgürtel von Bremen zurückgezogen, in dem er aufwuchs. Dabei war mir über weite Strecken des Buches wirklich nicht zu Lachen zumute.

Es behandelt nämlich ein Thema, das anzusprechen wenn nicht tabu, so doch zumindest als politisch inkorrekt galt: Der demographische Wandel in Bezug auf Dörfer und Kleinstädte in Deutschland. Nach Studien des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung drohen weiten Teilen Deutschlands Überalterung und Entvölkerung als Folge wirtschaftlichen Niedergangs. Diese Entwicklung betrifft längst nicht mehr nur die ostdeutsche Provinz in Brandenburg oder Sachsen-Anhalt. Auch für das Ruhrgebiet und das Saarland sieht es nicht besonders rosig aus, und selbst von der Schwäbischen Alb im “Musterländle” Baden-Württemberg gibt es mehr Wegzüge als Zuzüge.

In strukturschwachen Teilen Ostdeutschlands ziehen vor allem gut qualifizierte Frauen der Arbeit hinterher. Sie sind meist sozial kompetenter als Männer und haben oft höher angesehenere Qualifikationen. Großstädte wie Berlin und ihr Umland genießen anhaltendes Bevölkerungswachstum durch Binnenmigration aus ländlichen Regionen.

Übrig bleiben weniger mobile Menschen – insbesondere Rentner und Arbeitslose. Der soziale Zusammenhalt droht verloren zu gehen. Der Männerüberschuss ist in Teilen Thüringens höher als im unwirtlichen Nordfinnland, womit dieser Landstrich Deutschlands Europameister ist. Auch über Kriminalitätsraten und das Wahlverhalten (konkret: extremistische Parteien) gibt es interessante Forschungsergebnisse.

Gleichzeitig zeigt sich etwa an der Diskussion über schnelle Internetanschlüsse auf dem Land, dass schon offen staatlicherseits darüber nachgedacht wird, bestimmte Regionen ganz abzuschreiben und die Landflucht zumindest passiv zu fördern – was auch die Wissenschaftler des Berlin-Instituts in ihren Studien aus Wirtschaftlichkeitsgründen offen fordern.

Vor einigen Tagen saß ich also im ICE nach Berlin. Dieser fährt durch verschiedene Regionen Deutschlands mit wechselnder Attraktivität – wer die Songs “ICE”, “Brandenburg” oder “Sachsen-Anhalt” von Rainald Grebe kennt, weiß, was ich meine.

Im Abteil saßen noch drei junge Frauen, zugestiegen in Stuttgart (aber eigentlich aus Heilbronn gekommen), in Kassel – übrigens auch eine schrumpfende “Groß”stadt – und in Braunschweig. Der (berlinernde) Zugbegleiter kam herein, kontrollierte die Fahrscheine, und fragte “Berlin, Berlin, Berlin, warum fahren alle nach Berlin? Als der Zug von Berlin runterfuhr, war er total leer.” Und meine Sitznachbarin meinte “Studieren!” Das war tatsächlich die demographische Entwicklung Deutschlands anhand eines Zugabteils dargestellt.

Langfristig muss man tatsächlich darüber nachdenken, ob Fördergelder nicht besser in Infrastrukturprojekte von Großstädten investiert werden sollten, statt ausblutende Regionen künstlich zu alimentieren, deren ehemalige Bewohner eine Abstimmung mit den Füßen durchgeführt haben. Stuttgart 21, die A100 in Berlin, oder der Bau günstiger Wohnungen (für welche es zweifellos einen großen Bedarf geben wird) sind wichtige Aufgaben.

Zitat des Tages

Wer mit Peanuts zahlt, darf sich nicht wundern, wenn er von Affen bedient wird.

Willkommen

Willkommen auf meinem neuen Blog.

Max